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Die Preisentwicklung- und Vergleiche

Damit man  den nachfolgenden Artikel besser beurteilen kann,  (der die Gründe der allgemeinen Geldentwertung beschreibt) sollte man vorab noch den Unter - Artikel  "Was ich von den Älteren erfuhr" unter dem Hauptartikel "Die private Haushaltspreisentwicklung" lesen.

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Meine Urgroßeltern und Großeltern

Ihr Leben war wie schon vorbeschrieben nicht so einfach. Trotzdem haben sie versucht, das Beste was in diesen Zeiten möglich war daraus zu machen. Ich kann mich, trotz geringem Alter (ca. 3-4 Jahre ) an meinen Urgroßvater erinnern, wenn er mich auf seinem Schoß rauf und runter wippte und dabei sang " Pitter Lüre Pittermann". Was das auch immer bedeuten sollte ? es war für mich eine unvergessene Erinnerung. Diese Kontakte kamen fast ausschlieslich über meine Großeltern mütterlicherseite zustande. Mit diesen hatten wir nach dem 2. Weltkrieg guten Kontakt. Besonders meine Frau Hella war eine begeisterte Zuhörerin , wenn die Oma über alte Zeiten berichtete . Das hatte natürlich den Vorteil, das wir eine Menge aus diesen alten Zeiten erfuhren, wenn auch manchmal für uns damals jungen Enkelkinder das anstrengend und ermüdent war. Aus heutiger Sicht jedoch sind wir froh, geduldige Zuhörer gewesen zu sein, um überhaut etwas von unseren Vorgängern erfahren zu haben. In einem anderen Kapitel werde ich später, auch mit Bildern und weiteren Details darauf zurück kommen. Nun zu den Preisentwicklungen- und Vergleichen Die Großeltern mussten ja in den Jahren 1921- 1923 auch die schreckliche Inflation mitmachen. Mein Opa erzählte, daß er abends von seiner Arbeit mit einem Bündel von Geldscheinen nach Hause kam, ( die Firma Rheinbahn zahlte damals täglich, trotz Festanstellung) und am nächsten Morgen gabs beim Bäcker im gleichen Hause für das gesamte Geldbündel statt eines großen Brotes nur 2 kleine Brötchen . Ein toller Tagesverdienst! Hunger war trotz fleißiger Arbeit angesagt. Die Inflation nahm dann immer schlimmere Formen an. Nachfolgend zeige ich das in Form von Bildern mit ständig steigenden Wertverlusten des Geldes. Die Steigerung der Geldziffern und damit der Wertverlust erfolgte quasi täglich.

 

 

 

Die Geldwerte wie folgend aufsteigend:
 

 

 

    

 

 

 



 

 

 


So ging es nahezu von Tag zu Tag, wie man es an den Geldscheinen sehen konnte, ihr Unwert wurde höher und höher. Sie wurden von Tag zu Tag weniger wert.


 

 


Auch für 1 Milliarde Reichsmark gabs letztlich nur 2 Brötchen oder garnichts, sagte Oma! Erst nach und nach vergingen die schlimmen Jahre und ab ca. 1930 - 1933 begann sich die Wirtschaft zu erholen. Die Alliierten begannen zu verstehen, daß man eine Kuh die nicht mehr leben kann auch nicht weiter mit den geforderten Reparationsleistungen aus dem verlorenen 1. Weltkrieg melken kann. Leider ging das Leben nun mit einer weiteren Misere , nähmlich dem NS- Regime unter Adolf Hitler unselig weiter. Nach dem Ende des 2. Weltkkrieges taten sich alle noch verbliebenen Menschen endlich zu einem friedlichen Neuanfang zusammen. Die Reichsmark wurde 1948 duch die Deutsche Mark ( DM) ersetzt und letztlich wieder in 2002 durch den EUR (€) den wir nun bis heute in 2015 haben. Was ist nun in den zwischenzeitlich 54 + 13 vergangenen Jahren passiert? Die Preise stiegen und stiegen ohne nennenswerte Verbesserungen der Produkte. Außerdem waren durch die Umstellung der Währung in 2002 von DM auf EUR in Deutschland quasi die Preise um den Faktor ~ 2 gestiegen.

Preise im Vergleich der Jahre :

1961 - 1 Brot (1kg) >>> 0,58 DM 2015 >>> ca. 3,50 € ~6,85 DM Steigerung >>> ca.+1081%
1961 - 1 Ei >>> 0,22 DM 2015 >>> ca. 0,25€~0,49 DM " >>>ca. + 122% 1961 - 1 Schale Erdbeeren >>> 1,50 DM 2015 >>> ca. 3,40 €~ 6,65 DM " >>> ca. + 337 %
1961 - 1 Pampelmuse >>> 0,40 DM 2015 >>> ca . 0,65 €~ 1,27 DM " >>> ca.+ 217%
1961 - 1 Liter Milch >>> 0,36 DM 2015 >>> ca . 0,45 € ~0,88 DM " >>> ca.+ 144%
1978 - 1 Liter Heizöl >>> 0,27 DM 2015 >>> ca. 0,62 €~1,21 DM " >>> ca.+ 348%
1978 - 1 m³ Frischwasser >>> 1,27 DM 2015 >>> ca. 3,15 €~6,30 DM " >>> ca.+ 396%
1978 - 1 Kwh >>> 0,16 DM 2015 >>> ca . 0,44 €~0,86 DM " >>> ca. + 437%
1978 - 1 Telefoneinheit >>> 0,55 DM 2015 >>> ca. 0,78 €~1,52 DM " >>> ca. +176%

Ansonsten sind die Lebenshaltungs-Kosten auch in den anderen Bereichen stark gestiegen. Besonders Mieten, Nebenkosten, Getränke, Rauchwaren, Autokosten, Urlaube und vor Allem die Energiekosten. Auf der Einnahme-Seite sind Vergleiche "Früher zu Heute" schwierig, da in den meisten Fällen in den Familien im Gegensatz zu Früher, Heute beide Partner Einkommen haben. Ich gehe mal davon aus, das zumindest bei gestiegenen Berufsausbildungen ein Teil der jungen Leute heute trotz gestiegener Kosten besser da stehen als die Früheren. Die zuvor in der Tabelle genannten Daten habe ich über mehrere Jahre aufgezeichnet. Zur Sicherung der Daten füge ich auch einige handgeschriebene Notizen wie folgt bei.


Notizen und Skizzen


Bezüglich der Energiekosten die einen nicht uerheblichen Anteil an den Gesamt-Unterhaltskosten ausmachen, hier ein paar Hinweise; Ich hatte in den Jahren von 1978-1989, also 11 Jahren in eimem 4 Personen- Haushalt (2 Erwachsene + 2 Kinder) einen durchschnittlichen Stromverbrauch von 7350 Kwh/ Jahr. Das ist eigentlich ziemlich hoch. Aber als die Kinder als mutmaßliche Verursacher aus dem Hause waren, ging der Verbrauch auch nicht wesentlich herunter. Es stellte sich in den Folgejahren von 1990 - 2000 ein mittlerer Verbrauch von knapp 5500 Kwh / Jahr ein. Der Grund für den immer noch relativ hohen Verbrauch führe ich auf den Zukauf von weiteren Elektogeräten ( 2. Tiefkühlschrank, Trockner, Computer, Sauna und Klimaanlagen) zurück. Die weiteren Energie - Kosten, nämlich die Heizkosten werden durch die Art des Heizens und den Energieträger beeinflusst. Ich benutze in meinem Einfamilienhaus mit mittlerer bis guter Isolierung (beheizte Wohnfläche ca. 108 m²) Heizöl. Der mittlere Verbrauch beträgt etwa 1850 L / Jahr. (1978- 1989) Ab 1990 - 1995 etwa 1550 L / Jahr wegen neuer Heizungsanlage.Danach bis 2015 ca. 2020 L / Jahr Die differenzierten Werte pro Jahr sind aus nachfolgenden Diagrammen ersichtlich!



 

 

 

 

Aber das ist ja nicht alles. Ich werde hier mal an ein paar Beispielen zeigen, wie eine Familie mit 2 Kindern über die Jahre durch Kostensteigerungen immer höher belastet wird. 1978 kostete Strom 13,53 DM Pfennig/KWh, bzw.6,92 Cent / KWh >> heute in 2015 43,66Cent/KWh = +531% 1978 kostete Frischwasser 1,27 DM/m³ bzw. 0,649 €/m³ >> heute in 2015 3,15 € / m³ = +385% 1979 kostete Heizöl 0,56 DM / L bzw. 0,29 € / L >>heute in 2015 0,62€ / L = +116% 1979 kostete die Hausgrundsteuer 40,56 DM/Jahr bzw.20,73 €/Jahr >>heute in 2015 377,0 €/Jahr =+1719% 1960 kostete 1 Kugel/ Schiffchen Eis 10 DM Pfennig bzw. 5,11Cent>>heute in 2015 70€ /Stck. =+1270 % 1950 kostete 1 Paar Schuhe ca. 25 DM bzw. 12,78 € >>heute in 2015 ca, 120€ = + 839% 1960 kostete 1 Stück Bienenstich ca. 0 30 DM bzw. 0,15 € / Stück >> heute in 2015 ca. 2,30€/Stck. =+1400% Und so ginge das ewig weiter, wenn ich nicht aufhören würde, noch mehr Einzelheiten aufzuführen. Da fragt man sich doch sicherlich warum denn der Wechsel zum EUR? Für Privatleute absoluter Nonsens. Die wenigen Vorteile z.B. bei Urlaubsreisen ohne Wechselaufwand & Verluste wiegen die dimensen Nachteile bei den Kostenerhöhungen und dem Abwerten der Rentenbezüge nicht auf. Toll, und wie steht Europa bzw. die europäische Union EU heute da? Uneins wie nie zuvor. Bedingt durch das Flüchtlingsproblem in 2014/2015/2016 wird es immer schlimmer. Die Geberländer zahlen und die Nehmerländer kassieren, aber von einer anteilmäßigen Beteiligung / Aufnahme von Flüchtlingen wollen sie nichts wissen. Wo führt das hin? Natürlich zu weiteren Kostensteigerungen der deutschen Steuerzahler, mal ganz abgesehen von der immer mehr auftretenden Unzufriedenheit . 


 

 

 Zum gleichen Thema: 
nämlich Kostensteigerungen habe ich in meinen Aufzeichnungen noch was interessantes gefunden: Sonderaufwendungen z. B. für Kleidung, Besondere Anschaffungen, Aufwendungen außerhalb der üblichen monatlichen Aufwendungen, Möbel , Teppiche, Geburtstagsfeiern . usw. (Hierbei ist zu beachten, daß sich unsere 4-köpfige Familie inzwischen um 4 Enkelkinder auf 8 Personen vergrößert hat) Aufwendungen pro/Jahr in EUR:

2002 3.970,- € /Jahr = 330,- € / Monat
2003 3.390,- € /Jahr = 332,- €/ Monat
2004 einschließlich Weihnachtsgeschenke 4.182,- €/Jahr = 348,- €/ Monat
2007 einschließlich Weihnachtsgeschenke 3.508,- €/Jahr = 292 ,-€/ Monat
2008 5.687,- €/Jahr = 474,-€ / Monat
2008 Weihnachten 2.280,- €/Jahr = 190,- € /Monat
2009 5.778,- €/Jahr = 465,- €/ Monat
2009 Hella , 70. Geb. 1.575,- €/Jahr = 65,- €/Monat
2010 Wolfgang 1.977,- €/Jahr = 165,- €/monat
2010 Hella 2.922,- €Jahr = 244,- € /Monat
2010 Haushalt-Sonderkosten 6.102,- €/Jahr = 508,- €/Monat
2010 Weihnachten +Ostern 1.222,- € /Jaht = 102,- €/Monat
2011 - 2013 (ohne Weihnachts-, Oster- und Geburtstagsgeschenke) 13.261,- €/Jahre= 368,- €/Monat
2011 - 2013 Weihnachten 975,- €/Jahre = 81,- €/Monat
2015 (bis 11/2015) 3.503,- €/Jahr  

Bildet man ein arithmetrisches Mittel aus den Ausgaben von 2002-2014 so ergeben sich stolze 275,- €/ Monat Meine Güte, dafür hätte meine Oma mindestens 10 Jahre stricken müssen! Na, dann wollen wir mal sehen wie das so weiter geht.